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Dienstag, 17. November 2009

Soft Softer LuckyAcePoker

Kürzlich hat mich ein Bekannter per Skype auf LuckyAcePoker.com aufmerksam gemacht. Gestern Abend hatte ich dann endlich mal Zeit, um dort ein paar Hände zu spielen und ich muß sagen, WOOOHO! Selten soviel Fisch am Tisch gehabt. Der Traffic ist zwar (noch) ziemlich gering, aber dafür ist es offenbar auch überhauptnicht nötig irgendeine Form der Tableselection zu betreiben. Drei bis vier 50/10er Schwachos am Tisch sind hier offenbar die Regel. Somit bin ich innerhalb von einer Stunde 2-Tabling zwei Stacks up gekommen und das obwohl ich in einer der ersten Hände erstmal Federn lassen mußte:

Geflopptes Full House kostet mich einen Stack

Ansonsten lief es wirklich super, die Leute callen sich mit dem letzten Scheiß bis zum Showdown durch und füllen dann ohne zu meckern ihren Stack nach. 2-Tabling habe ich gestern nur betrieben, um mich mit der Software vertraut zu machen - heute Abend werde ich dann direkt wieder mit 6-Tabling weitermachen. Erfreulich auch, dass die Seite offenbar ein Pacific Poker Client ist, so dass Pokertracker 3 die Hand Histories versteht und auch das HUD anzeigen kann. Wichtig ist dabei allerdings, dass ihr euch direkt die englische Version des Pokerclients zieht! Ich habe zuerst die deutsche drauf gehabt und es gibt dann keine Möglichkeit mehr, ohne Neuinstallation die Hand Histories in englisch zu speichern...

Das Bonussystem von Lucky Ace Poker ist auch sehr angenehm: 100% First Deposit Bonus bis zu $400 sind zwar keine Seltenheit, aber dass man die ersten 25% davon sofort bekommt dagegen schon. Außerdem scheint der Bonus recht schnell zu clearen zu sein - habe schon 2% geschafft obwohl ich gestern nur ca. 300 Hände gespielt habe. Und die Punkte die man sammelt kann man in Cash tauschen: Je nachdem wieviel man spielt steigt man im Loyalty-Level auf (Bronze, Silber, Gold etc.) und bekommt mehr Punkte. Auf dem niedrigsten Level entspricht das etwa 2% Rakeback, auf dem höchsten sogar 38%!

Fazit: Die Software ist zwar gewöhnungsbedürftig und der Traffic auf der Seite ist gering, aber der Fisch ist frisch und das Bonus/Cashback-Programm finde ich auch gut. In den nächsten Tagen werde ich mal ein ausführliches Site Review für Lucky Ace Poker anfertigen. Wenn ihr mich ein bischen unterstützen wollt, könnt ihr euch schon jetzt über diesen Link anmelden. Ich bekomme dann einen Obulus, weil ich euch geworben habe, euch geht dadurch aber nichts verloren. Bei Promo Code braucht ihr nichts einzugeben, wenn ihr meinen Link nehmt.

So long!

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Montag, 12. Oktober 2009

Poker im Casino Salzburg

Casino SalzburgAm Samstag Abend war ich im Casino Salzburg, um dort meine Liveskills im Cashgame auf die Probe zu stellen. Die Blinds im Casino stehen bei 2€/4€ was für einen armen NL25-Onlinedonk wie mich schon ziemlich happig ist. Aber ich habe ja bereits in meinem vorherigen Post gestanden, dass ich es mit dem Bankrollmanagement in letzter Zeit nicht so genau nehme ;). Darum habe ich mir mal 800,- Flocken (200BB) als Budget gesetzt und mich damit ins Getümmel gestürzt.

Am Samstag Nachmittag setzte ich mich also in den Zug und düste ab nach Salzburg. Da ich eine lange Nacht erwartete, ging ich natürlich nicht davon aus, noch am gleichen Abend einen Zug nach Hause zu bekommen. Darum war meine erste Amtshandlung in Salzburg, erstmal die Hotels abzuklappern. Erstaunlich schnell, schon beim zweiten Anlauf, fand ich ein nettes, kleines Hotel, das noch ein Zimmer für mich frei hatte. Im Voraus bezahlt, rasch meine Tasche aufs Zimmer gebracht und ein Sacko übergeworfen (Sacko ist Pflicht im Casino). Dann wieder runter und in ein Taxi gestiegen, das mich zum Casino kutschierte.

Das Casino befindet sich im Schloß Klessheim etwas ausserhalb von Salzburg. Da ich noch nicht in so vielen Casinos war, genaugenommen zum erstenmal überhaupt, kann ich nicht beurteilen ob das Ambiente mit dem anderer Casinos mithalten kann. Ich fand es von innen und außen jedenfalls ganz nett, aber nicht überragend.

Im Casino angekommen verabschiedete ich mich mental von meinem Geld und ging dann zur Kasse. Dort mußte ich erstmal den Eintritt lappen, der aber genaugenommen kein richtiger Eintritt ist, sondern eher eine Art "Mindestverzehr" ;): 32,- € zahlt man und bekommt dafür Chips im Wert von 35,- €. Diese muss man in jedem Fall zum Spielen verwenden, da sie eine andere Farbe als die regulären Chips haben und beim Verlassen des Casinos nicht mehr in Bargeld umgetauscht werden können. Erst wenn man beim Spiel gewinnt bekommt man reguläre Chips zurück, die man sich auch auszahlen lassen kann.

Also nach oben gestiefelt, für 500,- € Chips eingekauft und die Pokerabteilung aufgesucht. Da ich ziemlich genau um 19:00 Uhr dort war, startete gerade eine Reihe von SnGs. Auf meine Frage ob es bereits Cashgames gebe, antwortete mir der Floorman, dass die Cashgames erst nach den Turnieren starten würden. Zumal ich keine Lust hatte, 1-2 Stunden dumm rumzusitzen, biss ich in den sauren Apfel und kaufte mich für 35 € in eines der SnGs ein. Im Nachhinein betrachtet wäre es vermutlich besser gewesen, die 35 € beim Roulette einzusetzen, da die Blindstruktur mit 20BB Startstack und Erhöhung alle 10 Minuten für mich unspielbar war. Meine beste Starthand während des Turniers war glaube ich ATo und so foldete ich mich rasch zur Push-Fold-Phase, die ich dank unglaublich vieler Caller nicht lange überstand (Platz 5 von 8).

Trotz meines schlechten Abschneidens beim Turnier möchte ich es mir nicht nehmen lassen, ein wenig über das unterirdisch schlechte Spielniveau meiner Kontrahenten zu lästern: Es wurde gelimpt was das Zeug hielt, geminbettet und geminraised. Flop-Bets in Höhe eines einzigen BB aus früher Position in einen 5-way Pot waren keine Seltenheit. Eine junge Dame zu meiner Rechten war offenbar nichtmal der Spielregeln mächtig, da sie mehrfach openfoldete (gerne auch aus dem BB). Einige Hände später, Blinds 100/200, ging sie dann Allin mit 600 Chips nachdem vor ihr ein Spieler auf 400 geminraised hatte. Der Smallblind foldete, der Bigblind callte und der initiale Raiser... foldete! Er hätte noch 200 in einen 1500er Pot bringen müssen, aber nee, das war ihm zu viel. Ein leises Kopfschütteln konnte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen...

Wie dem auch sei, das Turnier war für mich um 19:45 Uhr zu Ende, ich weiß nichtmal mehr welche Hand ich zuletzt hatte. Der Floorman meinte, um etwa 20:00 Uhr hätte er vermutlich genug Leute für einen Cashgametisch zusammen, also schnappte ich mir die aktuellste Ausgabe des Cardplayer Magazins, das auf den Fenstersimsen auslag, ging damit zur Bar und bestellte eine Apfelschorle. 4,30 € für 0,5l Apfelschorle plus Trinkgeld sind nicht grade günstig, aber egal.

Pünktlich um 20:00 Uhr ging ich wieder zurück, um zu schauen ob es jetzt endlich losgehen kann und tatsächlich hatte sich eine stattliche Gruppe in der Nähe des Cashgametisches versammelt. Nach ca. 15 Minuten hatte der Dealer es sich bequem gemacht und der Floorman uns unsere Plätze zugewiesen. Interessanterweise schienen die meisten der Anwesenden nicht selbst spielen, sondern lediglich dem Schauspiel beiwohnen zu wollen. Somit haben wir zu Beginn gerademal einen einzigen Cashgametisch am laufen gehabt und der war auch nur mit acht Leuten besetzt (2 Plätze frei). Später am Abend waren bis zu drei Tische offen, allerdings nur für kurze Zeit - die meiste Zeit über waren es zwei Tische mit je 7-8 Spielern.

Nun gut, das Spiel beginnt. Ich hatte erwartet, dass ich deutlich aufgeregter sein würde, weil ich mit einer ungewohnt hohen Summe spiele. Tatsächlich war ich aber ziemlich relaxed. Nichtsdestotrotz brauchte ich noch ein halbes Stündchen bevor ich mich an die Eigenschaften des Livegames gewöhnt hatte, insbesondere an die Notwendigkeit, die Potsize im Kopf mitzurechnen. Später flutschte das aber ganz gut: Einmal recht spät am Abend fragte ein Spieler den Dealer nach der Größe des Pots woraufhin dieser antwortete: "140, so ungefähr." Da war ich einigermaßen stolz auf mich selbst, weil ich mir sicher war, den exakten Betrag zu kennen .

Darüber hinaus kannte ich anfangs natürlich keinen meiner Gegner, während diese sich aber teilweise schon beim Vornamen riefen. Im Laufe des Abends lernte ich die Herrschaften aber einigermaßen gut kennen und kann nun mit Fug und Recht behaupten, dass es fast alles sehr angenehme Zeitgenossen sind - pokertechnisch gesehen. Hier mal die Profile der interessantesten Kandidaten:

Mr. Anorexia - Ein vermutlich grade volljährig gewordener, furchtbar dünner Bursche, der in einem für ihn viel zu großen Konfirmantenanzug daherkam. Er kaufte sich insgesamt bestimmt drei oder vier mal ein für jeweils 100 € und spielte konsequent loose-passive. Er trank zuviel Bier und schnitt postflop inmer Grimassen oder schlug die Hände vorm Gesicht zusammen, so dass man wenig Mühe hatte, die Stärke seiner Hand einzuschätzen.

Mr. Big - Ein türkisch aussehender, etwa 22-jähriger Kerl mit blonden Strähnchen im Haar und einem schwarzen Seidenhemd, das er fast bis zum Bauchnabel aufgeknöpft hatte - vermutlich damit man seinen Schmuck besser begutachten konnte. Nach eigenem Bekunden spielt er online $300/$600, an diesem Abend kaufte er sich aber nur für 100 € ein (25 BB). Mit denen schaute er sich dann jeden (und ich meine jeden) Flop an und check-callte auch danach gerne nochmal die eine oder andere Flopbet bevor er seine Hand entnervt aufgab. Preflop geraised hat er am ganzen Abend nicht ein einziges Mal, auch Hände wie AKs oder QQ nicht. Erwartungsgemäß ging er auf diese Weise recht schnell pleite und legte nochmal 100 € nach. Mit denen donkte er sich dann irgendwie auf 500,- hoch, verlor aber im Laufe des Abends alles.

Mr. Chubby - Ein ca. 55-jähriger, dicker Typ mit osteuropäischem Akzent und einer wirklich prallen Brieftasche: Er kaufte sich für 2000,- € ein, hatte aber noch mehr im Portemonnaie. Ich tippe daher auf Puffbesitzer. Er spielte sehr aggressiv und anfangs hatte ich den Eindruck, er sei auch ziemlich loose - dieser Eindruck verflog jedoch, da er später deutlich tighter wurde und am Showdown niemals Crap zeigte. Er war daher der einzige wirklich ernstzunehmende Spieler am Tisch.

Mr. Distracted - Ein junger Mann, vielleicht 25, der sich mehr für das Fussballspiel Österreich vs. Litauen zu interessieren schien als für die Action am Tisch. Da er etwas spät dran war, bekam er nurnoch einen Platz bei dem er den Fernsehschirm im Rücken hatte, so dass er sich während des Spiels dauernd umdrehen musste. Nichtsdestotrotz war sein Preflopspiel im Vergleich zu dem anderer Spieler garnicht mal schlecht: Einigermassen tight und er wusste sogar wie man raised. Postflop spielte er aber nurnoch fit-or-fold. Er kaufte sich (wie ich) für 500 € ein und konnte diesen Stack auch einige Zeit stabil halten, bis er irgendwann später am Abend mit einem geflopten Set gegen Runner-Runner-Straight ca. 300 € verlor und sich von diesem Beat nicht mehr erholte. Seine Freundin saß die ganze Zeit über hinter ihm und schaute zu - keine Ahnung, wie sie diese Langeweile aushalten konnte.

Die anderen Spieler am Tisch waren recht unauffällig - sie sprachen nicht viel und waren vorwiegend von der loose-passive Sorte. Insgesamt waren es deutlich mehr Fullstacks am Tisch als ich erwartet hatte.

Eine meiner ersten Hände am Abend war AJs im CO. Nachdem vor mir zwei Limper ihren Einsatz gebracht hatten, raiste ich auf 20 oder 24 Euronen. Mr. Chubby callte mich aus dem Big Blind, alle anderen foldeten. Der Flop brachte 246 rainbow, Chubby checkte und ich machte den Conti (30 oder 40 Euro, weiß nicht mehr genau). Daraufhin insta-raiste er mich auf 80 € und ich callte ihn. Am Turn kam eine 7 oder 8 und er bettete 120 € in mich rein woraufhin ich die Hand (nach ein wenig Hollywood meinerseits) ablegte. Er zeigte mir dann den geflopten Nutstraight mit 53o. Nh, Sir.

Nach dieser Hand war ich ungefähr auf 400 € down, konnte mich aber in relativ kurzer Zeit wieder auf 700 € hocharbeiten. Die dazugehörigen Hände waren wenig spektakulär, glaube einmal war es TPTK bis zum River und einmal ein Contibet am Flop. Dann kam eine Durststrecke in der ich nur am folden war bis ich irgendwann 76s im CO-1 auf der Hand hielt. Weil vor mir nur ein einziger Limper saß, entschied ich mich, diese Hand zu raisen. Ein Blind und der Limper callten, checkten aber beide den A35er rainbow Flop. Also machte ich eine Conti, der Blind foldete und der Limper callte. Turn war irgendwas in Pik und im Flop lag auch schon ein Pik. Da ich den Limper auf ein schlechtes Ass setzte (von dem ich nicht glaubte, dass er es ablegen würde) checkte ich den Turn behind. Der River war die fehlende 4 für meinen Gutshot, leider aber auch das dritte Pik. Ich war aber immernoch überzeugt, dass er ein Ass spielt und nicht gerade einen Runner-Runner-Flush gemacht hatte. Also setzte ich auf seinen Check nochmal den Pot, das waren 120 €. Er überlegte etwas und minraiste mich auf 240 €. Da hatte ich schon ein ziemlich ungutes Gefühl, entschied mich aber trotzdem für den Call. Er sagte "Straight" und ich freute mich schon, aber dann deckte er AK in Pik auf. Er hat's überhaupt nicht gerallt - der Dealer mußte ihm erst erklären, dass er einen Flush hat. Dankeschön, über 300 € weg.

Ich war also wieder down auf 400 € und kaufte nochmal für 100 € Chips, um nicht so bald unter 100 BB zu fallen. Nach dieser sehr unschönen Hand verlief der Rest des Abends aber verhältnismäßig unspektakulär: Ich foldete mir nen Wolf, bekam aber auch hier und da mal etwas brauchbares, so dass ich zum Schluß (um 2:30 Uhr) wieder 980 € zählen durfte. Also 6,5 Stunden gespielt und 380 € im Plus abgeschlossen. Ein bischen enttäuschend fand ich dieses Ergebnis schon, aber setzt man ca. 30 Hände pro Stunde an, dann macht das schließlich immernoch eine Winrate von 25 ptBB/100 Hände, was mich dann doch wieder etwas aufmuntert. Nach Abzug der Spesen (siehe Rechnung unten) blieben mir 210 € echter Profit übrig.

Gewinn-/Verlustrechnung

Anreise mit dem EC, Bahncard 50 14,50 (-)
Übernachtung im Hotel + Frühstück 58,00 (-)
Taxi zum Casino inkl. Trinkgeld 17,00 (-)
Eintritt Casino 32,00 (-)
Willkommenschips 35,00 (+)
Buy-in für SnG 35,00 (-)
0,5l Apfelschorle + Trinkgeld 5,00 (-)
Buy-ins für Cashgame 600,00 (-)
0,5l Apfelschorle, Zigaretten und Trinkgeld 10,00 (-)
Cashout 980,00 (+)
Taxi zum Hotel inkl. Trinkgeld 16,00 (-)
Rückfahrt mit RJ, Bahncard 50 16,50 (-)
Feuerzeug verloren 1,00 (-)
Gewinn/Verlust +210,00

170 € Spesen ist natürlich ziemlich viel. Ich denke, beim nächsten Mal werde ich mir ein Auto mieten und dafür das Hotel sparen - dann kann ich die Kosten für so einen Trip sicher auf unter 100 € drücken. Außerdem komme ich in Zukunft etwas später, so dass ich gleich Cashgame spielen kann und nicht mehr dieses fürchterliche Turnier mitmachen muss. Dass es ein nächstes Mal geben wird steht außer Frage, da ich das Spiel als ausgesprochen soft wahrgenommen habe und mir das ganze auch großen Spass bereitet hat. Vielleicht fahre ich schon kommenden Samstag wieder rüber - man wird sehen.

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Mittwoch, 30. September 2009

Timed out

TimeoutOha, ein Post! Acht Monate habe ich hier nichts mehr gepostet und eigentlich war ich sogar überzeugt, dass ich garnicht mehr zu diesem Blog zurückkehre. Aber heute sitze ich im Bordbistro des ICE 527 nach München und die Langeweile droht mich aufzufressen. Also klicke ich mich zunächst etwas lustlos durch die Kommentare meines alten Blogs und je mehr ich davon lese desto drängender wird die Frage in mir: "Ey du Honk, warum haste eigentlich aufgehört zu bloggen??"

Die Antwort ist einfach: Anfang Februar habe ich eine Stelle als Softwareingenieur bei einer mittelständischen Firma angenommen. Gegenüber der Miniklitsche bei der ich vorher gearbeitet habe bedeutete das vor allem gehaltstechnisch eine deutliche Verbesserung für mich. Leider auch mehr Arbeit und einen wesentlich längeren Arbeitsweg: Vorher 10 min per pedes, jetzt 70 min per öffentlichem Nahverkehr. Darum war ich bis ungefähr Ende Juni abends einfach zu geschlaucht, um noch zu zocken, geschweige denn zu bloggen. Dass ich nichtmal einen Post zustande gebracht habe, der meine aktuelle Situation kurz darlegt ist natürlich eine Schweinerei und ich habe volles Verständnis für jeden, der jetzt sagt, dass er meinen Blog garnicht mehr lesen mag.

Interessant finde ich allerdings den durchschlagenden Erfolg meines PT3 HUD Tutorials, das mir immerhin 20 Leser pro Tag beschert und mich trotz der langen Inaktivität bei Muckhands.com in den den oberen Rängen hält. Inzwischen ist das Tutorial meiner Meinung nach garnicht mehr sooo interessant, weil es zum einen nicht mehr ganz up-to-date ist und zum anderen das eingebaute HUD von Pokertracker jetzt wirklich alles enthält was man sich so wünschen kann und auch höchst übersichtlich ist. Da das Interesse so groß ist, werde ich das Tutorial aber bei Gelegenheit mal auf den neuesten Stand bringen und vielleicht gibt's ja irgendwann auch mal ein ganz neues. Z.B. zum Thema Custom Reports.

So, genug gelabert - was hat sich bei mir pokertechnisch getan? Wie gesagt, einige Monate war ich inaktiv, aber jetzt spiele ich wieder regelmäßig. Anfangs habe ich einige Sessions auf meinem alten Limit (NL10) gespielt und bin dabei ca. fünf Stacks up gekommen. Dann wurde ich übermütig und habe meine früheren Cashouts von knapp $300 wieder eingecasht, um mit den insgesamt fast $475 NL25 zu spielen. Meinen Multitablefaktor habe ich allerdings auf 2 reduziert und außerdem den Pokertracker abgeschaltet. Mit anderen Worten: Völlig underrolled und ohne Stats bin ich auf das nächste Limit gegangen.

Den Pokertracker habe ich vor allem deshalb abgeschaltet, weil ich mich zwingen wollte, mehr auf die Bettingpatterns der Spieler zu achten und nicht bloß auf ihre Stats. Inzwischen nutze ich das HUD wieder, aber rückblickend muß ich dennoch sagen, dass diese Selbsteinschränkung eine sehr gute Idee war: Meine Winrate auf NL25 liegt bei 10 ptBB/100 über ~9k Hände und ich stehe jetzt bei $924.70, mein Peek waren $981.00. Allerdings muss ich gestehen, dass ich sehr viel Glück hatte: Mein All-In Performance Graph bescheinigt mir eine Differenz zwischen meinen realisierten und erwarteten Gewinnen von fast $100 zu meinen Gunsten.

Derzeit ist mal wieder so eine Break-Even-Phase am laufen, aber die wird auch irgendwann vorbei sein - wenn ich dann auf $1.500 BR stehe, überlege ich auf NL50 zu gehen. Allerdings ist diese Entscheidung noch nicht wirklich in trockenen Tüchern. Weiter NL25 grinden bis $2.500 zusammen sind wäre auch eine Option...

So long.

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Freitag, 6. Februar 2009

NL2 Shark

NL2 SharkOffenbar war es eine gute Idee mal einen Monat Pokerpäuschen einzulegen, das Buch vom David zu lesen und einen Schritt rückwärts (von NL10 nach NL2) zu tun. Auf NL2 grindet es sich ganz wunderbar, ich fühl mich fast wie ein Shark. Ok, ein bischen lächerlich ist es schon, ich geb's zu, aber es tut wirklich saugut, mal wieder mehr als 2 Sessions hintereinander im Plus abzuschließen. Außerdem bin ich zuversichtlich, daß mir das neugewonnene Selbstvertrauen auch auf NL10 zu Gute kommen wird. Und da meine NL2-Bankroll sich derzeit mit bemerkenswerten 20.84 ptBB/100 (über 6824 Hände) fortentwickelt dürfte der Aufstieg wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

BB Won 02/07/2009Vermutlich (leider) sind die 20.84 ptBB/100 nicht auf Dauer zu halten, aber ich habe trotzdem die Hoffnung, daß ich mich auf NL10 mit ähnlich solider - und vor allem konstanter - Winrate durchsetzen kann. Tatsächlich hat sich ich meine Spielweise im Vergleich zu letztem Jahr von Grundauf geändert - mit dem nittigen ps.de Style habe ich mich immer wie ein Bot gefühlt, der einfach ein Programm abspult: AJ, nh, oh ein Raise, fold. 98s, Middle Position, fold. KQs in UTG, fold. Näh, Sklansky sei Dank, mein Style auf NL2 heißt 35/20 und macht Spaß. Auf NL2 sitzen die Leute ja auch mit 250 BB am Tisch, wozu also preflop solche Vorsicht? Das einzige was hier zählt ist Position und Aggression. Auf NL10 muß ich dann vielleicht doch wieder etwas tighter spielen (nurnoch 100 BB und mehr Shorties), aber definitiv nicht so tight wie früher. Vielleicht 25/15, auf keinen Fall tighter.

Und bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, mir nen Kommentar zu schreiben, 6,8k Hände seien noch keine Samplesize und ich hätte grade den Swing meines Lebens: Lass stecken! Ich bin jetzt unter die Optimisten gegangen, und sollte NL10 wider Erwarten doch ein Griff ins Klo werden, so gehe ich eben NL2 grinden bis ich graue Haare hab. Wayne.

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Mittwoch, 28. Januar 2009

Der schonwieder...

Eigentlich wollte ich wenigstens bis Ende Februar kein Poker spielen und mich statt dessen durch das Lesen von Büchern sowie das Posten und Bewerten von Händen weiterbilden. Sklansky habe ich inzwischen durch, aber Hände habe ich nicht so viele gepostet/bewertet. In Foren habe ich oft mitgelesen, aber mich nur selten aktiv an den Diskussionen beteiligt. Außerdem habe ich geschummelt, denn (wie bereits berichtet) habe ich mehrere Live Games besucht. Zu allem Überfluß hat mich superpit in den letzten Tagen auchnoch zu mehreren kleinen Sessions auf PokerStars überredet und es lief sogar ganz gut.

In der ersten Session (NL2) war ich zwischenzeitlich 4 Stacks up (auf dem Limit sind das 1.000 BB), habe dann aber zwei dumme Calls gemacht und die Session mit nur $11.99 im Plus beendet. Die zweite NL2-Session war nicht ganz so toll, $5.84 down, weil ich in einer der ersten Hände mit meinem Full House gegen Quads gerannt bin und in einer der letzten Hände mit meinem One-Card-Straight gegen den höheren Two-Card-Straight verloren habe.

Außerdem habe ich knapp 80 Hände auf NL10 gespielt (nur ein Tisch), weil superpit meinte, daß einige ps.de'ler aus einem BSS-Coaching noch bissl donken wollen. Inklusive dem Coach, norenore. Wie erwartet, waren die ps.de'ler sehr nittig und leicht zu lesen, so daß ich mit ein paar Contis und Float-Turndonk-Combos am Ende $12.85 Profit mitnehmen durfte.

Alles in allem hatte ich also einen netten Start, aber die Samplesize ist noch so derart mickrig, daß ich damit nicht großartig angeben sollte. Mein Plan sieht vor, es bis Anfang Februar noch langsam angehen zu lassen und dann ab Januar wieder (fast) täglich zu grinden. Ich will weiter NL2 spielen und ab $200 auf NL10 aufsteigen. Bankrolltechnisch könnte ich natürlich auch direkt genug Geld für NL10 eincashen, aber ich brauche erstmal ein paar Erfolgserlebnisse, um mein Pokerqi aufzuladen.

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Montag, 3. November 2008

Break Even = Kotz Doch?

Meine Beförderung zum Break-Even-Schnulli (vorher Bankroll-Burner)
BB Won/100Also schön, sieht so aus als ob es wieder mal Zeit für ein Update wäre. Doof nur, daß sich meine Bankroll seit dem letzten Update vor einer Woche praktisch nicht verändert hat. Der Upswing ist also schon vorbei und ich kehre zurück zu meinem Standardspiel mit leicht negativem Erwartungswert. Dank Bonus bleibe ich diesmal aber even... Yay! Eigentlich spiele ich garnicht so übel, es geht während der Sessions meistens langsam, aber stetig bergauf bis mich eine komplett verkackt gespielte Hand wieder runterzieht. Vielleicht ist diese "warning for large bets" Option ja für Leute wie mich gedacht?

Na, schaut euch ruhig mal ein paar meiner Ausrutscher an:

Verkackte Hand Nr.1 anzeigen
Verkackte Hand Nr.2 anzeigen
Verkackte Hand Nr.3 anzeigen

Yet another Sitereview
Zum Abschluß noch ein instashock für alle Liebhaber der nicht-kommerziellen Unterhaltung: Ich werde demnächst mal ein Sitereview veröffentlichen! Dafür gibt es zwei gute Gründe:

1. Nachdem mir kürzlich angeboten wurde, ein bezahltes, aber glorifizierendes Review für 888.com zu schreiben (was ich reinen Herzens ausschlug), habe ich mich mal im Netz der Netze umgeschaut und fand nur Erschütterndes: Kein einziges der ca. 10 begutachteten, zufällig ausgewählten Sitereviews konnte ich als objektiv oder wenigstens eingeschränkt hilfreich einstufen. Ich selbst kenne inzwischen einige der wichtigsten Pokerplatformen und wage daher zu behaupten, daß das Spielervolumen bei iPoker nicht 10 von 10 Punkten verdient, das Niveau der Gegner auf Full Tilt Poker nicht durchschnittlich ist und daß die vorsintflutliche Software von Pacific Poker auf garkeinen Fall 4 von 5 Sternen wert ist.

2. Meine eigenen Ads brauchen mal einen Boost - insofern hoffe ich, daß der eine oder andere Besucher meine seriösen und mit viel Herzblut erstellten Reviews zu schätzen weiß und dann auch über meinen Link eincasht. Bis dahin habe ich auch noch ein paar coole Boni ausgehandelt.

Um hier jeglichen Verdacht im Keim zu ersticken, daß der Blog jetzt zu einer Bannerfarm verkommt, gelobe ich Folgendes: Auf jedes Review folgt direkt (insta, sozusagen) ein richtiger Beitrag mit Content. Dadurch wird das eigentliche Review für Besucher der Frontpage geskipped und ist nurnoch über Scrolling und die Sidebar erreichbar.

So long!

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